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See Kiantajärvi – ein Y-förmiges Kunstwerk der Natur
Der See Kiantajärvi gehört zum Oulujoki-Wassersystem und ist mit einer Fläche von 188 Quadratkilometern der 24.-größte See Finnlands. Dieses relativ labyrinthartige, Y-förmige Naturkunstwerk erstreckt sich nördlich des Zentrums von Suomussalmi und erreicht an seiner längsten Stelle fast 50 Kilometer. Sein östlichster Ausläufer endet nur wenige Kilometer vor der russischen Grenze. Am Südende des Sees gibt es nur wenige Inseln, während es im Norden deutlich mehr sind. Die Ufer sind größtenteils naturbelassen.
Was die Bodenformen betrifft, ist der See Kiantajärvi sehr abwechslungsreich. Besonders in den Seemittebereichen von Kiekkiselkä, Horsmaselkä und Niskanselkä befinden sich mehrere langgestreckte Tiefen mit mehr als 30 Metern Tiefe, und viele Unterwasserhügel weisen steile Flanken auf. Außerdem findet man problemlos genügend Erhebungen inmitten der Tiefen, die sowohl die Bedürfnisse von Jig-Anglern als auch von Eisanglern auf der Suche nach Barschen erfüllen.
Seengebiet Niskanselkä, Suomussalmi. Am Kiantajärvi gibt es zahlreiche Bootsrampen für den Zugang zum Wasser. Foto: Ismo Kolari
Der See Kiantajärvi ist ein beliebtes Angelrevier. Zu den begehrtesten Fischarten zählen Binnenlachs und Bachforelle, die dank starker Maränenbestände schnell mehrere Kilogramm Gewicht erreichen. Regelmäßige Besatzmaßnahmen sorgen für einen reichen Bestand an Edelfischen. Auch der natürliche Forellenbestand ist recht stark – schließlich ist der See das Mündungsgebiet des Hossanjoki sowie mehrerer kleinerer Forellenflüsse.
Der Inarijärvi bringt stattliche Äschen hervor. Foto: Inari Onnela
Das Schleppangeln ist mit Abstand die beliebteste Angelmethode auf dem Kiantajärvi und zugleich die effektivste, um Edelfische zu fangen. Die meisten Angler fahren in die Seemittebereiche von Kiekkiselkä und Horsmaselkä, doch auch das Gebiet Niskanselkä nahe dem Ortszentrum hat gute Fänge geliefert. Binnenlachse werden vor allem über tiefem Wasser in der Seemitte gesucht, während Forellen leichter in der Nähe von Inseln und flacheren Bereichen zu finden sind. Im Sommer sollten die Köder tief geschleppt werden, während bei kaltem Wasser das Schleppen knapp unter der Oberfläche am besten funktioniert. Zu den am häufigsten verwendeten Ködern gehören Köderfischsysteme sowie Wobbler, die in Farbe und Form die Maräne imitieren.
Sand- und Kiesufer sind typisch für den See Kiantajärvi. Foto: Ismo Kolari
Neben Salmoniden kann Ihr Köder im Kiantajärvi auch von kräftigen Hechten, kompakten Barschen – und zunehmend auch von Zandern – genommen werden. Hechte und größere Barsche werden an den Kanten und auf den Plateaus von flacheren Bereichen in der Seemitte gefangen – beispielsweise gibt es im Gebiet Hietaselkä viele vielversprechende Flachwasserzonen. Zander sollten in gleichmäßigeren Bereichen in 2 bis 5 Metern Tiefe gesucht werden; sobald der erste Fisch beißt, sollte die Stelle im Plotter markiert und intensiv weiter befischt werden. Zander lassen sich relativ leicht in Gebieten wie Pärsämönselkä finden.
| Typ: | See |
| Fläche: | 188 km² |
| Länge: | 49 km |
| Uferlinie: | 528 km |
| Durchschnittliche Tiefe: | 7 m |
| Maximale Tiefe: | 43 m |
| Anzahl der Inseln: | 144 |
Zielfischarten: Brasse, Bachforelle, Quappe, Binnenlachs, Barsch, Hecht, Rotauge, Maräne, Zander
