Näsijärvi - eine Herausforderung in der Gegend von Tampere

Der Näsijärvi ist der größte See in der Gegend von Tampere.  Er ist von Natur aus wild und offen mit nur wenigen Inseln. Der Näsijärvi ist einer der beliebtesten Angelorte in Finnland, aber trotzdem fühlt man sich hier wie in einsamer Wildnis.

Die wichtigsten Spezies für Angler im Näsijärvi sind Hecht, Barsch, Bachforelle und Binnenlachs. Wegen seiner Tiefe und der geringen Anzahl an Inseln ist er eine Herausforderung für Angler. Manchmal braucht man ein gewisses Durchhaltevermögen, um hier Fische zu finden.

Auf der anderen Seite bietet der Näsijärvi aber auch die Gelegenheit, einen besonders großen Fang zu machen; im See wurde schon ein Hecht mit über 17 Kilogramm sowie Bachforellen und Binnenlachse mit beinahe zehn Kilogramm gefangen. Zander mit mehreren Kilo Gewicht sind durchaus üblich.

Der See Näsijärvi ist besonders bei Schleppangel‑Enthusiasten beliebt. Foto: Ismo Kolari.

Zanderbeute von den Rändern der Tiefen

Das Angeln auf Zander konzentriert sich im Sommer auf das weite offene Mittelseegebiet, wo Schleppangler über Tiefen und an den Rändern von Untiefen in der Nähe von tiefen Wassern auf einen Fang aus sind. Die Umgebung des Siilinkari-Felsens in der Nähe von Tampere und der tiefe Graben zur Aitolahti-Bucht gehören zu den beliebtesten Gebieten für den Zanderfang.

Beliebte Angelgebiete sind auch die Gegend um die Inseln Pallosaari und Harvassalo im nördlichen Teil des Näsiselkä-Mittelseegebiets, die Gewässer bei Taulaniemi im Koljonselkä-Gebiet sowie der Unnekivensalmi-Sund in Richtung des Vankavesi-Gebiets. Ausgezeichnete Stellen für begeisterte Spinnangler sind die Stromschnellen im Unnekivensalmi-Sund. Der Vankavesi-Mittelseebereich ist ebenfalls ein bekanntes Zanderfanggebiet. Im Frühsommer findet man Zander an den Mündungen von Buchten.

Die Buchten des Näsijärvi sind ausgezeichnete Stellen für den Hechtfang. Insbesondere umfassen Hechthabitate die Binsen und Buchten der vielen Inseln in den nördlichen Myyrysselkä- und Vankavesi-Gebieten.

In den Mittsommernächten beißen Zander in der Dämmerung an der Oberfläche. Foto: Ismo Kolari.

Im Dezember Bachforellen jagen

Bachforellen und Binnenlachse beißen in Mittelseegebieten im Wesentlichen an denselben Stellen. Die Hauptsaison ist der Spätherbst. Der Näsijärvi gehört zu den letzten Seen Finnlands, die zufrieren. In vielen Jahren ist das Schleppangeln bis in den späten Dezember möglich.

Der Näsijärvi ist eines von Finnlands beliebtesten Gebieten zum Eisfischen. Auch die Aussicht, Barsche zu fangen, ist hier vielversprechend.

Der Bestand von Signalkrebsen hat sich in den letzten Jahren bedeutend erhöht. Der „Nässy“, wie ihn die Einheimischen liebevoll nennen, ist einer der Seen mit dem reichsten Krebsvorkommen Finnlands.

Diese kapitale Forelle biss im Frühsommer im mittleren Bereich von Koljonselkä auf einen Blinker, fünf Meter über tiefem Wasser. Foto: Ismo Kolari.

Lebendige Stadt und friedliche Natur – side by side

Der Näsijärvi ist bequem zu erreichen. Er erstreckt sich vor Tampere, der größten Binnenstadt in den nordischen Ländern, und direkt an den städtischen Ufern finden sich gute Fischfanggebiete. Der Näsijärvi gliedert sich in drei größere Mittelseegebiete (Näsiselkä, Koljonselkä und Vankavesi), die alle erstklassige Fischfanggebiete sind. Die Wasserqualität wird als gut eingestuft, stellenweise sogar als ausgezeichnet, was den Näsijärvi zu einem sehr beliebten Ziel für Bootsausflüge macht.

Der südliche Teil des Näsijärvi ist offen und hat – anders als die nördlichen Gebiete – nur wenige Inseln. An den Ufern wachsen dichte, dunkelgrüne Pinienwälder. Das Wasser weist eine von Humus geprägte Färbung auf, ist aber dennoch ziemlich klar. In die Fischereiverwaltung sind hier beträchtliche Investitionen geflossen.

Die Route des Näsijärvi verläuft durch die Seen Ruovesi und Tarjannevesi bis hinauf nach Virrat. Die gesamte Wasserstraße erstreckt sich über mehr als 100 Kilometer.

Es gibt zahlreiche Ferienhäuser am Näsijärvi. Deshalb ist das Angeln am Seeufer vielerorts eingeschränkt. Das Spinnangeln an Anlegestellen sollte unterlassen werden, wenn die Katen bewohnt sind. Glücklicherweise gibt es jedoch eine nahezu grenzenlose Anzahl faszinierender Fischfanggebiete in den weiten offenen Seeflächen und den Untiefen der Mittelseegebiete.

Angelgebiete in der Nähe des Näsijärvi sind die Seen Ruovesi, Tarjanne, Keurusselkä, Pyhäjärvi, Kyrösjärvi, Längelmävesi und Roine sowie die Tammerkoski-Stromschnellen und die Kuokkalankoski-Stromschnellen in Lempäälä.

Diese kapitale Forelle biss im Frühsommer im mittleren Bereich von Koljonselkä auf einen Blinker, fünf Meter über tiefem Wasser. Foto: Ismo Kolari.

 

Typ: See
Fläche: 255 km²
Länge: 43 km
Uferlinie: 759 km
Durchschnittliche Tiefe: 14 m
Maximale Tiefe: 61 m
Anzahl der Inseln: 646

Fischarten: Brasse, Bachforelle, Quappe, Binnensalmon, Barsch, Hecht, Rotauge, Rotfeder, Renke, Zander

 

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